Entwicklung mit Turboloch
vor »Die Geschichte des Turboladers ist schon über 100 Jahre alt. Seine Karriere im Pkw begann aber erst in den 60er Jahren.
Schon Gottlieb Daimler und Rudolf Diesel wollten durch komprimierte Verbrennungsluft die Leistung des Motors erhöhen und den Verbrauch verringern. Am 13. November 1905 erhielt der Schweizer Dr. Alfred Büchi ein Patent auf einen Hubkolbenmotor mit Abgas-Lader.Wenige Jahre später gelang erstmals die Aufladung von Motoren, allerdings nur bei Motoren von Schiffen, Flugzeugen und Eisenbahnen. Die mangelnde Qualität der Werkstoffe ließ einen Einsatz im Pkw noch nicht zu. In den 20er Jahren setzte sich bei Rennmotoren die mechanische Aufladung per Kompressor durch. 1938 gab es dann den ersten Turbomotor für Nutzfahrzeuge von Saurer in der Schweiz.
Die ersten Autos mit Turbolader waren der Oldsmobile Jetfire und der Chevrolet Corvair Spyder. Der Oldsmobile wurde 1962 und 1963 nur 9607 mal gebaut. Ein Gestrüpp aus über 50 verbauten Schläuchen und Rohren und diverse Kinderkrankheiten machten ihn untauglich für den Alltag. Viele wurden zu normalen Saugern zurückgebaut. Der Corvair blieb von 1962 bis 1965 im Programm und verkaufte sich wegen seines geringen Aufpreises fast 40.000 mal.
In Europa war es der BMW 2002 turbo, der erstmals auf die Turboaufladung setzte. Mit 170 PS und 210 km/h Spitze machte er den Porsches das Leben schwer. Dummerweise war ein Verbrauch von bis zu 20 Litern zu Zeiten der Ölkrise kein wirklich gutes Verkaufsargument. Auch sein turbo-Schriftzug in Spiegelschrift sorgte für viel Aufsehen und wurde sogar im Bundestag diskutiert. Folglich wurde der BMW 2002 turbo nur 1642 mal produziert.
Doch schon wenig später begann der Siegeszug des Turboladers mit dem Mercedes 300 SD (1975) und dem Saab 99 turbo (1976).
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