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Ausgezeichnete Arbeit

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Viele Oldtimer begeistern mit wunderschönen Blechkleidern, die den alten Design-Grundsatz "Form follows function" besonders gelungen umsetzen.

designerSpeziell in den 30er Jahren, aber auch nach 1945 ist so manches Kunstwerk auf Rädern entstanden. Verantwortlich dafür zeichnen die Designer. Die meisten sind eher unbekannt. Aber besonders in Italien gibt es einige Designer, die vielen Oldtimerfans ein Begriff sind.

Nuccio Bertone

Bertone ist einer der großen Namen im italienischen Automobil-Design. Giuseppe "Nuccio" Bertone wurde am 4. Juli 1912 in Turin geboren.

Schon mit Anfang 20 übernahm Bertone die Kutschenbaufirma seines Vaters. Er machte daraus ein auf Prototypenfertigung spezialisiertes Unternehmen mit eigener Design-Abteilung. Später produzierte Bertone auch Serienfahrzeuge für seine Auftraggeber.

Im Laufe der Zeit arbeiteten mit Franco Scaglione, Giorgetto Giugiaro und Marcello Gandini echte Großmeister des Automobil-Designs für Bertone. Hunderte von Prototypen und Show-Cars entstanden, darunter auch die legendären Bat-Modelle von Alfa Romeo. Die bekanntesten Serienfahrzeuge der Carrozzeria Bertone sind

Bertone selbst ist nie als großer Designer in Erscheinung getreten. Dafür hatte er ein umso feineres Händchen für die Auswahl seiner Mitarbeiter. Deren Entwürfe wurden von Bertone sehr kritisch beäugt und oft verbessert. Denn eigentlich war Bertone nie wirklich zufrieden und hatte selbstverständlich immer das letzte Wort. Auch sein fotografisches Gedächtnis für Design-Details ist legendär.

Selbst im hohen Alter kümmerte er sich noch um die Belange des Unternehmens. So ließ er es sich nicht nehmen, Zeichnungen der Designer am Wochenende mit Anmerkungen zu versehen, die diese dann am Montag umzusetzen hatten. Im Februar 1997 starb Nuccio Bertone im Alter von 82 Jahren.

Giugiaro

Giorgetto Giugiaro wurde am 7. August 1938 in Garessio in Nord-West-Italien geboren.

Aus einer künstlerischen Familie kommend, war sein Weg im wahrsten Sinne des Wortes vorgezeichnet. 1955 wurde er von Dante Giacosa, einem Designer-Scout von Fiat, entdeckt. 1959 ging Giugiaro zu Bertone, wo er viel lernte und sich einen Namen in der Designer-Szene machte. Nach 6 Jahren war Ghia die nächste Station, bevor er 1967 den Schritt in die Unabhängigkeit wagte.

Das von Giugiaro gegründete Unternehmen Italy Styling, später Italdesign, wurde zu einer der ersten Adressen für Automobil-Design. Mehrer hundert Entwürfe für fast alle namhaften Hersteller entstanden seit damals. Die wohl bekanntesten von Italdesign entworfenen Serienfahrzeuge sind

Italdesign beschränkte sich stets auf das Design, gebaut wurden die Fahrzeuge in der Regel vom Auftraggeber selbst. Auf seinen ersten Ferrari musste Giugiaro übrigens 50 Jahre warten.

Pininfarina

Battista "Pinin" Farina wurde am 2. November 1893 in Turin geboren. Seine automobile Karriere begann 1904. Damals arbeitete er in der Karosseriefirma Stabilimenti Farina seines Bruders.

1930 gründete der kleine Farina die Firma "Carrozzeria Pinin Farina", aus der später die heutige Pininfarina spa hervorging. Sein Unternehmen wuchs schnell zur größten Karosseriefabrik Italiens. Ab Mitte der 50er Jahre entwickelte sich das Unternehmen mehr und mehr zu einem Design- und Industriebetrieb.

Pininfarina entwarf zahlreiche Fahrzeuge und baute für seine Kundschaft auch komplette Fahrzeugreihen. Zu den Kunden Pininfarinas zählen große Hersteller wie Alfa Romeo, Cadillac, Ferrari, Fiat, Jaguar, Lancia und Peugeot. Die wohl bekanntesten von Pininfarina entworfenen Serienfahrzeuge sind

Bemerkenswert ist die lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Alfa Romeo, quasi einem Kunden der ersten Stunde. So sind alle Alfa Spider von Pininfarina entworfen worden.

Pinin ist übrigens ein Kosename und bedeutet "klein". Weil es sich so eingebürgert hatte, erhielt Farina 1961 vom italienischen Staatspräsidenten die Erlaubnis, seinen Nachnamen in Pininfarina zu ändern. Am 3. April 1966 starb Battista Pininfarina.

Frua

Pietro Frua wurde am 2. November 1893 in Turin geboren. Nach einer Ausbildung zum technischen Zeichner arbeitete er von 1930 bis 1937 bei Stabilimenti Farina.
Dort brachte er es vom Hilfszeichner zum Chefdesigner und Geschäftsführer. Nach einer Trennung im Streit arbeitete Frua von 1937 bis 1944 als selbständiger Design-Berater, ehe er die Carrozzeria Pietro Frua gründete.

Er arbeitete unter anderem für A.C., Alfa Romeo, BMW, D.B. Panhard, Fiat, Ford, Glas, Jaguar, Lancia, Maserati, MG, Lamborghini, Opel, OSCA, Peugeot, Renault, Rolls-Royce, Volkswagen und Volvo. Die wohl bekanntesten von Frua entworfenen Serienfahrzeuge sind

Im Laufe der Zeit kam es zu verschiedenen Kooperationen und Übernahmen. Frua ist für über 200 Entwürfe verantwortlich und zählt zu den ganz großen italienischen Designern.
Am 28. Juni 1983 starb Pietro Frua in Turin.

Ghia

Giacinto Ghia wurde am 18. September 1887 in Turin geboren. Nach einer Ausbildung zum Kutschenbauer und Arbeit als Testfahrer bei Diatto gründete er 1915 das Studio Ghia.

Sein ehrgeiziges Ziel war das Design von Sport- und Luxuswagen. Er machte sich schnell einen Namen und zeichnete für das Design verschiedenster Pkw und Motorräder verantwortlich.

Besonders viele Entwürfe entstanden für Alfa Romeo und Lancia. Aber auch Ford und Chrysler zählten wiederholt zu seinen Kunden. Unvergessen ist auch die erfolgreiche Arbeit für VW. Die wohl bekanntesten von Ghia entworfenen Serienfahrzeuge sind

Die Ghia-Werke wurden leider im zweiten Weltkrieg zerstört. Giacinto Ghia überlebte zwar, aber wirklich verkraftet hat er es wohl nicht. Kurz nach Beginn des Wiederaufbaus starb er völlig überraschend nach kurzer Krankheit am 21. Februar 1944.

Nach diversen Besitzerwechseln und Kooperationen (z.B. mit Frua) befindet sich Ghia heute unter der Leitung von Ford, was die vielen Ford Sondermodelle mit der Bezeichnung Ghia erklärt.

Zagato

Ugo Zagato wurde wurde am 18. September 1887 in Turin geboren. Schon mit 15 Jahren musste Ugo Zagato seine Heimat verlassen, um Geld zu verdienen.

Nach seiner Zeit als Hilfsarbeiter in einer metallverarbeitenden Firma in Deutschland kehrte er nach Italien zurück. Einer Ausbildung in der Karosseriefirma Varensina folgten 4 Jahre als Konstrukteur bei der Flugzeugfirma Pomilio.

Dort lernte er, aerodynamisch, leicht und trotzdem stabil zu konstruieren. 1919 gründete er getreu dem Motto "Lieber ein unbedeutender Chef, als ein wichtiger Angestellter." sein eigenes Unternehmen.

Die Carrozzeria Zagato überzeugte von Anfang an. Besonders mit Alfa Romeo ergab sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Aber auch zahlreiche internationale Automobilhersteller zählten zur Kundschaft von Zagato. Die wohl bekanntesten von Zagato entworfenen Serienfahrzeuge sind

Nicht wenige sportliche Sondermodelle von Fiat, Maserati, Ferrari sowie von Aston Martin, Bristol, Rover, Jaguar und Volvo wurden von Zagato entworfen. Sie sind neben dem aufregenden Design immer auch an dem Z zu erkennen, das mehr oder weniger prominent an der Karosserie prangt.

Erfolgreichstes Zagato-Werk war der Lancia Fulvia. Er wurde 6970 mal gebaut. Zu dieser Zeit hatten bereits die Söhne von Zagato die Geschäftsleitung übernommen. Nach dem Alfa Romeo Junior Zagato 1600 wurden die Entwürfe Zagatos immer belangloser. In der Folgezeit überlebte das Unternehmen nur dank der Produktion von gepanzerten Fahrzeugen und elektrischen Golfkarren. Erst in jüngerer Vergangenheit sorgt Zagato wieder mit seinem Design für Aufsehen.

Paul Bracq

Paul Bracq wurde am 13. Dezember 1933 in Bordeaux geboren.

Nach dem Besuch der Boulle School of Design in Paris und einigen Monaten beim Karosseriebauspezialisten "Chambre Syndicale de la Carrosserie" in Lyon wurde Bracq Assistent des berühmten Designers Phillippe Charbonneaux und arbeitete an dem Projekt "Presidential Limousine" bei Citroen.

Bekannt wurde Bracq durch seine Tätigkeit bei Mercedes-Benz. 1957 wurde er Chefdesigner und zeichnete die Modelle W 113 (Pagoden-SL), W 108 (S-Klasse), W 100 (Mercedes 600) und W-111 (S-Coupe) sowie W-114/115 (Strichachter). Nach zehn Jahren ging Bracq zurück nach Frankreich, wurde aber bereits 3 Jahre später, also 1970, Designchef bei BMW. Hier war er verantwortlich für das Design der Technologieträger-Studie "BMW Turbo" und zeichnete die erste 5er-Reihe, den 2002 turbo, den 6er BMW, die 7er-Reihe und den 3er BMW. Von 1974 an war Bracq dann für das Innenraum-Design bei Peugeot verantwortlich.
Bracq ist nicht nur einer der größten Designer seiner Zeit, sondern auch ein begnadeter Künstler. Seine Gemälde zum Thema Auto sind Kunstwerke, die in Museen und Galerien in aller Welt zu finden sind. Aktiv ist Bracq auch als Juror bei automobilen Schönheitswettbewerben wie dem Concours d´Elegance in Pebble Beach. Die bekanntesten Autos, die von Paul Bracq entworfen wurden:


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