Alles andere als strohdumm - Biokraftstoff
vor »Schwer zu sagen, wie lange das Öl noch reicht. Aber klar ist: irgendwann wird es knapp. Da kann man sich als Oldtimerfan schon mal Sorgen machen.
Auch eine Alternative, aber nur für KurzstreckenFindige Forscher haben ein Verfahren (Pyrolyse genannt) entwickelt, mit dem man aus Stroh Benzin und Diesel gewinnen kann. Im sächsischen Freiberg und in Karlsruhe sollen schon bald Stroh und Holzabfälle in Öl und Koks umgewandelt werden. Aus diesem Gemisch wird dann in einer Raffinerie Kraftstoff hergestellt.
Später soll das Öl-Koks-Gemisch in kleinen, dezentralen Pyrolyse-Anlagen entstehen. Diese beliefern dann die zentralen Raffinerien. Nur so kann es funktionieren, denn die direkte Anlieferung der Rohstoffe in der Raffinerie wäre unprofitabel.
Auch Mais ist als Energieträger der Zukunft auf dem Vormarsch. Durch Vergärung des Zuckers im Körnermais kann Ethanol gewonnen werden. 2,6 Kilo Mais ergeben 1 Liter Ethanol. In den USA wurden 2006 bereits 40 Mio. Tonnen Mais zu Ethanol verarbeitet. In Deutschland spielt Mais diesbezüglich noch keine Rolle. Aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit. Mais hat einfach ein zu großes Potenzial.
Sehr vielversprechend hört sich auch das Projekt an, mit dem BTL (Biomass-to-liquid) hergestellt wird. Mit diesem Kraftstoff aus Biomasse würden sich etwa 90% der Treibhausgase vermeiden lassen.
Eine weitere Alternative zu fossilen Brennstoffen stellt auch Ethanol dar. Es wird aus Zuckerrüben bzw. Zuckerrohr gewonnen und versüßt den leicht erhöhten Verbrauch mit einer hohen Oktanzahl von 110 und einer möglichen Leistungssteigerung.
Man kann nur hoffen, dass entsprechende Verfahren zur alternativen Energiegewinnung schon bald im großen Stil umgesetzt wird. Immerhin soll EU-weit der Anteil an erneuerbaren Energieträger am Bruttoendenergieverbrauch von 8,5% im Jahr 2005 auf 20% bis 2020 erhöht werden. Aber es gibt Grund zum Optimismus. Zukünftige Bio-Kraftstoffe sollen aus hocheffektivem Anbau gewonnen werden. Von etwa 10.000 l Benzin pro Hektar Anbaufläche ist die Rede.
Bisherige alternative Kraftstoffe wie Rapsöl, Speiseöl aus dem
Supermarkt oder Frittenfett sind ja leider für die meisten Oldtimer kein
Thema. Und die Umrüstung auf Gas ist sehr kostspielig
und allein schon aus Originalitätsgründen nicht jedermanns Sache.
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